08.10.2014

Meine Traumstadt und eine Beeren-Charlotte


Moin moin.
Viel ist passiert. Ich bin nämlich umgezogen. Für mich beginnt jetzt der Ernst des Lebens a.k.a. das Studium. Und dafür hat es mich nach Hamburg verschlagen. Wer mich gut kennt, der weiß, dass in Hamburg wohnen schon Ewigkeiten ein Traum von mir war und nun bin ich hier.

So und wie komm ich von der tollen Stadt an der Elbe auf die Torte? Bester Übergang aller Zeiten... Zumindest hatte mein Vater noch Geburtstag bevor ich umgezogen bin und da hab ich ihm natürlich noch fix eine Torte gebacken. Eine Torte für meinen Vater hat am besten so viel Obst wie möglich und da hab ich mich für eine Charlotte mit ganz vielen Beeren entschieden (weil ich Beeren einfach liebe).





Beeren-Charlotte


Mürbeteig
100g Butter
65g Zucker
1 Ei
220g Mehl

Aus den Zutaten einen Mürbeteig herstellen und diesen für eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Nach der Kühlzeit aus dem Kühlschrank nehmen und den Boden einer Springform damit auskleiden, sodass der Teig überall etwa gleich hoch ist.
Den Mürbeteig bei 175°C ca. 12 min backen.


Biskuit
9 Eier
220g Zucker
300g Mehl
2 El Speisestärke
2 Tl Backpulver

+etwas Marmelade

Die Eier trennen. Die Eiweiß in einer großen Schüssel steif schlagen. Weiterschlagen und den Zucker dabei einrieseln lassen. Die Eigelb zugeben und ganz kurz unterrühren (nur so dass es vermischt ist).
Mehl, Speisestärke und Backpulver sieben und vorsichtig unter den Teig heben.

Der Biskuit wird für drei Teile gebraucht. Zum Einen für die Rollen außen. Zum anderen ein etwas dickerer Boden, der auf den Mürbeteig kommt und dann noch ein dünnerer, kleinerer Boden, der in die Mitte kommt.

Für die Rollen etwa die Hälfte bis 2/3 des Teiges auf ein Backblech (mit Backpapier belegt) streichen. Vom restlichen Teig etwa 2/3 in eine Springform (gleicher Durchmesser wie der Mürbeteigboden)geben. Und den Rest in eine kleinere Springform geben.
Die Böden werden dann bei 175°C backen. Natürlich brauchen die einzelnen verschieden lang. Das Blech sollte nach 10 bis 15min fertig sein. Der etwas dickere Boden nach 20-25min und der letzte nach etwas 15 bis 20min.


Die Teige nach dem Backen gut auskühlen lassen. Den Teig auf dem Blech am besten davor (diret wenn er aus dem Ofen kommt) auf einen feuchtes Geschirrtuch stürzen, das Backpapier abziehen und den Teig mit dem Handtuch von der längsseite her aufrollen. Und dann erst auskühlen lassen.

Den Mürbeteig dünn mit etwas Marmelade bestreichen und den dickeren Boden darauf legen. Um die beiden Böden einen Tortenring geben. Die Ränder des oberen Bodens mit etwas Marmelade bestreichen, sodass die Biskuitrollen nachher besser halten.

Die Biskuitrolle vorsichtig wieder entrollen und das Geschirrtuch entfernen. Die innere Seite mit Marmelade bestreichen und die Rolle wieder aufrollen. Die Rolle dann in etwa 2cm dicke Scheiben schneiden und diese entlang des Randes in den Tortenring, auf die Böden stellen.




Creme
2 Becher Sahne (400g)
2 Becher Schmand (400g)
1-2 El Zucker
etwas Vanille-Extrakt oder Vanille-Paste (wer sowas nicht hat kann auch den Zucker auch durch zwei Pck. Vanille-Zucker ersetzen)

+ etwa 500g gemischte Beeren 


Für die Creme die Sahne steif schlagen. in einer anderen Schüssel den Schmand mit dem Zucker und der Vanille verrühren und dann die Sahne vorsichtig unterheben.
Die Hälft der Creme in den Tortenring in die Mitte der Rollen geben.

Den Biskuitboden der noch übrig ist eventuell noch etwas kleiner schneiden, sodass er zwischen die Rollen auf die Creme passt. Den Boden auflegen und die restlichen Creme drauf geben.
Die Beeren waschen und eventuell das Grünzeug entfernen. Die Beeren auf der Torte verteilen.Die Torte für ein bis zwei Stunden kühl stellen. Den Tortenring entfernen und fertig!



05.10.2014

England, I miss you.




Nun ist es schon fast drei Monate her das ich zurück aus England bin. Immer noch gerne erinnere ich mich an meine Zeit dort. Schön war's. Dorset, die Grafschaft in der ich war hatte einen für sie typischen Apfelkuchen. Ein extrem leckerer Apfelkuchen. Mit Rosinen und einer Schicht braunen Zucker oben auf dem Kuchen. Am besten schmeckt er natürlich mit einem Klecks Clotted Cream, aber es geht natürlich auch ohne oder mit etwas Sahne. Und so ein Stück Apfelkuchen ist ja jetzt im Herbst auch genau das Richtige.






 Dorset Apple Cake


250g Mehl
2Tl Backpulver
2 Tl Zimt
90g brauner Zucker
40g weißer Zucker
3 Eier
125g Butter
100ml Milch
300-350g Äpfel
100g Rosinen
3El brauner Zucker

In einer großen Schüssel die trockenen Zutaten mischen (Mehl, Backpulver, Zucker, Zimt). Die Butter in kleinen Stücken hinzugeben und leicht einarbeiten. Eier und Milch hinzufügen alles verrühren.
Die Äpfel schälen, entkernen und in grobe Stücke schneiden (2-3cm groß). Apfelstücke und Rosinen unter den Teig heben.
Den Teig in eine Springform geben.
Den braunen Zucker auf dem Teig verteilen und bei 180°C  30 bis 40min backen.






23.09.2014

Waffeln: Heute mit Kokosmilch


Letztens bin ich bei bambi backt auf dieses Rezept für Zitronen-Kokos-Waffeln gestoßen. Klingt lecker und dann gab es auch noch eine Dose Kokosmilch die mal verarbeitet werden wollte. Ich habe das Rezept jedoch etwas verändert, da ich nur eine Dose Kokosmilch mit 400ml verwenden wollte und außerdem noch eine angebrochene Dose gezuckerte Kondensmilch da hatte und auch noch etwas davon in den Teig wandern sollte.




Kokoswaffeln


[Für ca. 15 Stück]

4 Eier
125g Zucker
100g gezuckerte Kondensmilch
400ml Kokosmilch
500g Mehl
1/2 Pck. Backpulver

Die Eier in einer großen Schüssel cremig aufschlagen. Den Zucker einrieseln lassen und etwas weiterrühren. Dann die Kondensmilch und die Kokosmilch untermischen.
Mehl mit Backpulver mischen, sieben und unter den Teig mischen. Eventuell den Teig noch mit etwas Wasser verdünnen falls er zu fest ist.
Den Teig wie gewohnt in einem Waffeleisen nach und nach backen.






20.09.2014

der Herbst ist da. und mit ihm die Kürbisse


Es ist Herbst (keine Widerworte)! Und was ist das Herbstgemüse Nummer Eins? Der Kürbis. Den habe ich letztens zu einem super leckeren Kuchen verarbeitet. Der war dann nach einem Tag schon wieder verschwunden, weil wir alle so viel davon gegessen haben. Zusammen gerührt ist er auch ganz fix, nur zuvor legt man die Rosinen (im Kuchen sind übrigens Rosinen) etwa eine Stunde in Tee mit ein paar Gewürzen ein. Naja, und dann muss er noch eine Drei-Viertel-Stunde in den Ofen. Vielleicht dann doch nicht so ganz fix fertig, aber es lohnt sich. Glaubt mir.



Kürbiskuchen mit Tee-Rosinen



100g Rosinen
100ml heißer Tee (ich habe Earl Grey verwendet, aber auch ein anderer Schwarztee sollte gut sein)
1 Zimtstange, 1 Stück Zitronenschale, 1 Sternanis

200g Kürbispüree (Kürbis weich kochen und pürieren. Klar, oder?)
                           ich empfehle Hokkaido-Kürbis


2 Eier
150g Zucker
125g geschmolzene Butter
157g Mehl
1/2 Pck. Backpulver
1 Prise Salz
1/4 Tl frisch geriebene Muskatnuss

Die Rosinen, mit dem Tee und den Gewürzen in einen Topf geben und aufkochen. Die Mischung vom Herd nehmen und mind. eine Stunde ziehen lassen.

Die Eier cremig aufschlagen, den Zucker dabei einrieseln lassen. Anschließend das Kürbispüree hinzufügen.
Mehl mit Backpulver, Salz und Muskatnuss mischen und sieben. Die Mehlmischung zum Teig geben und unterrühren.
Die Rosinen abtropfen lassen und unter den Teig heben.
Den Teig in eine gefettete und gemehlte Kastenform geben und bei 175°C ca. 45min backen.




09.09.2014

Heute gibt es kleine Gugelhupfe... mit Apfel, Schokolade und einem Sahnehäubchen


Es war echt mal wieder Zeit ein paar Gugelhupfe zubacken. Das Ganze war dann doch eher eine spontane Aktion und so habe ich einfach mal etwas zusammen gerührt und trotzdem bin ich ziemlich zufrieden mit dem Ergebnis. Wenn ihr die Gugels jedoch ohne die Schokolade machen wollt, würde ich empfehlen die Zuckermenge etwas zu erhöhen. Aber ich kann euch nur die Schokolade dazu empfehlen, aber nehmt schon eine gute Edelbitterschokolade mit etwa 70% Kakaoanteil, das macht wirklich einen Unterschied.



 kleine Apfel-Haferflocken-Gugelhupfe mit Schokolade und Sahne



2 Eier
100g Zucker
120g Joghurt
3 El Sonnenblumenöl
1 Apfel
100g Mehl
50g Haferflocken
1 Tl Backpulver

200g Edelbitterschokolade

200g Sahne


Die Eier trennen. Das Eigelb mit dem Zucker aufschlagen. Öl und Joghurt zugeben.
Den Apfel schälen, entkernen und grob raspeln.
Mehl mit den Haferflocken und dem Backpulver mischen. Erst den Apfel und dann die Mehlmischung zum restlichen Teig geben und unterheben.
Das Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter den Teig heben.
Den Teig in die Backformen füllen.
Ich habe aus dem Teig 6 kleine Gugelhupfe (die sind etwa so groß wie Muffins) und 15 Mini-Gugelhupfe gebacken. Die ersteren brauchen etwa 25-30min bei 175°C und die anderen nur etwa 15min.


Die Schokolade schmelzen und temperieren. Die Mini kann man sehr gut mit der Schokolade überziehen in dem Mann die Schokolade in die saubere Silikonform füllt und die Gugelhupfe wieder rein legt, die Schokolade fest werden lassen und schon hat man die Schokolade auch in der schönen definierten Form.

Bei den größeren Gugels habe ich die Schokolade einfach mit einem Teelöffel auf die Cupcakes gegeben, sodass es seitlich etwas runterläuft.


Die Sahne aufschlagen und auf die Gugelhupfe spritzen. Nach Belieben dekorieren, z.Bsp. mit Karamell.




03.09.2014

Zweierlei Tartelettes



Meine Schwester war vor Kurzem in Paris gewesen. Nicht, dass sie mir fast jeden zweiten Tagen Fotos von den leckersten Tartes und Tartelettes schickte, nein sie brachte mir auch super süße Tartelette-Förmchen mit. Hellblau mit Punkten. Wirklich süß. Nun war es dann auch mal an der Zeit ein paar leckere Tartelettes damit zu backen. Ich habe mich dabei für zwei Sorten entschieden: Zum Einen habe ich Zitronen-Limetten-Tartelettes mit Baiserhaube gemacht und zum Anderen Erdbeer-Kokos-Tartelettes.





Zitronen-Limetten-Tartelettes mit Baiserhaube

[Für 6 Tartelettes (Durchmesser etwa 10cm)]

Mürbeteig
100g Butter
70g Zucker
1 Ei
200g Mehl
2 El gem. Mandeln

Aus den Zutaten einen Mürbeteig herstellen. Diesen für etwa eine halbe Stunden in den Kühlschrank legen. Nach dieser Zeit den Teig ausrollen und die Förmchen damit auskleiden. Den Boden mit einer Gabel einstechen. Kurz einfrieren (etwa 15min, so sinkt der Rand nicht so stark ab beim blind backen). Die Tartelettes bei 175°C ca. 12 min blindbacken.


Zitronen-Limetten-Füllung
250ml Kondensmilch
Abrieb von einer Limette
35g Butter
100ml frisch gepresster Zitronen- und Limettensaft (bei mir war das der Saft von zwei kl. Limetten und einer Zitrone)
3 Eigelb

Die Kondensmilch in einen Topf geben und den Limettenabrieb hinzufügen. Die Masse aufkochen. Vom Herd nehmen und die Butter in der heißen Masse schmelzen. Den Saft hinzugeben und unterrühren. Die Eigelb zügig unterrühren. Die Füllung in die Tartelettes füllen. Und bei 140°C ca. 15min backen.


Baiser
3 Eiweiß
120 Zucker

Während die Tartelettes im Ofen sind schon einmal das Eiweiß aufschlagen, weiterschlagen und den Zucker einrieseln lassen.
Sobald die Backzeit abgelaufen ist die Tartelettes aus dem Ofen holen, die Baisermasse entweder mit einem Spritzbeutel auf den Tartelettes verteilen oder einfach mit einem Löffel draufstreichen und ein paar dekorative Spitzen aus dem Baiser hochziehen.
Die Tartelettes weitere 15min backen. Und dann nochmal 10min im ausgeschalteten Ofen stehen lassen.






Erdbeer-Kokos-Tartelettes

[Für 6 Tartelettes (Durchmesser etwa 10cm)]

Mürbeteig
100g Butter
70g Zucker
1 Ei
220g Mehl

(Herstellung und und blind backen ist gleich wie bei den Zitronen-Baiser-Tartelettes (siehe oben); einzige Änderung keine gem. Mandeln, dafür etwas mehr Mehl)

Kokospudding
200g Kondensmilch
200ml Kokosmilch
 etwas Vanilleextrakt (ich habe meine Vanille Bean Paste verwendet, die ich mir aus England mitgebracht habe klick)
3 Eigelb

Kondensmilch, Kokosmilch und Vanille in einen Topf geben und aufkochen. 5min köcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen  und die Eigelbs zügig einrühren. Die Masse in die Tartelettes füllen.
Bei 140°C ca. 20min backen.
Danach auskühlen.


Erdbeerschicht 
250g TK Erdbeeren
3 Blatt Gelantine

Die Erdbeeren aufkochen und pürieren.
Gelantine nach Packungsanleitung einweichen und im heißen Erdbeerpürree auflösen.
Die Erdbeermasse auf den ausgekühlten Tartelettes verteilen Die Tartelettes für einige Stunden kühl stellen (mind. 3 Stunden) bis die Erdbeermasse fest geworden ist.






Bei den Rezepten habe ich ein bisschen an Rezepten aus dem Buch "Anniks göttliche Kuchen" von Annik Wecker orientiert. Habe diese jedoch ein bisschen verändert und an die Förmchen angepasst. Ich kann euch das Buch nur wärmstens empfehlen, ein wirklich tolles Backbuch.